Die Wehr

 

Ehemaliges Gerätehaus

 

TSF 8

Brand 1956

SturmflutRohbau Gerätehaus

LF16TSTexacobrand 62

AT-Geräteträger 77

Schneekatastrophe

Brand 76

 

Die Freiwillige Feuerwehr im Bereich Hemmingstedt, Lieth und Braaken besteht bereits seit 1934 und wurde gegründet, um den Brandschutz in den Gemeinden zu sichern. Alles begann mit getrennten Löschzügen unter getrennter Führung. Zeitgleich bestand immer noch eine Pflicht-Brandwehr, die als Reservekorps galt.

 

1936 wurden dann die Löschzüge Hemmingstedt und Lieth zum Feuerwehrverband Hemmingstedt vereinigt. Das alte Gerätehaus stand damals an der Straßenecke Büsumer Straße - Liether Straße. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Wehr über eine Handdruckspritze, die durch einen Wasserwagen gespeist werden musste, und eine "moderne" Spritze, die schon selbst Wasser ansaugen konnte und von zwei Pferden gezogen wurde.

 

Als im Jahre 1939 der Krieg ausbrach, sank der Mitgliederbestand und die Lücken mussten durch Jugendliche aufgefüllt werden. Im Laufe des Krieges kam es immer wieder zu groß angelegten Bombenangriffen, die das örtliche Erdölwerk zerstören sollten. In dieser Zeit mussten viele gewaltige Brände bekämpft werden.

 

Um das Jahr 1950 setzte dann die Modernisierung ein und die Wehr bekam ihr erstes richtiges Löschfahrzeug, es handelte sich um ein TSF 8 Ford B. In den Folgejahren mussten diverse Großbrände bekämpft werden, darunter einen  Tank auf dem Werksgelände der DEA (1956).

 

1962 wurde das neue Gerätehaus im Kirchenweg erbaut und  im Jahr 1964 eingeweiht. Bis heute dient es der Feuerwehr als Unterkunft. Im selben Jahr wurde ein Großfahrzeug des Zivilschutz (LF 16TS) in der Gemeinde stationiert und es kommt am 11. September 1962 zu einem weiteren Großbrand (Platformer 2) in der Raffinerie, die zu diesem Zeitpunkt der TEXACO gehörte.

 

Die Gemeinden Hemmingstedt und Braaken beschlossen 1965 den Zusammenschluss des Feuerlöschverbandes zur eigentlichen Freiwilligen Feuerwehr Hemmingstedt-Lieth. Zwei Jahre später bekam die Wehr ein neues LF8 auf Mercedes-Fahrgestell, das bis heute eingesetzt wird.

 

Die Schneekatastrophe 1978 / 79 traf auch Dithmarschen und so mussten viele Einsätze gefahren werden, darunter Lebensmitteltransporte, Schlepphilfe für die Milchsammelwagen und Krankentransporte.

 

Das LF 16, das im Jahre 2015 ausgemustert werden musste, wurde 1980 feierlich eingeweiht. Vier Jahre später wurde das alte Zivilschutzfahrzeug gegen ein neues LF 16TS des jetzigen Katastrophenschutzes ausgetauscht.

 

Nach weiteren Jahren mit vielen Großfeuern wurde im Jahre 1997 die Jugendfeuerwehr gegründet. Zur Gründung zählte die Jugendfeuerwehr eine Mitgliederzahl von 21 Jugendlichen und Kindern.

 

Im Jahre 2001 kam die Feuerwehr endlich zu einem eigenen Wappen, wie es bei den meisten Feuerwehren üblich ist. Das eigentliche Problem bestand in der Eigenständigkeit der beiden Gemeinden. Es wurde also ein neutrales Wappen entworfen, das das Denkmal der "Dusenddüwelswarft" zeigt und mit beiden Ortschaften geschichtlich verbunden ist. Zusätzlich zum Wappen bekam die Wehr ein neues Einsatzfahrzeug (LF 8/6).

 

Mit der Indienststellung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs 20/16 -kurz HLF 20/16- wurde 2009 das Katastrophenschutzfahrzeug LF 16 TS abgegeben.

 

Um die Lücke des 2015 ausgemusterten LF16 wieder zu schließen, wird in der ersten Hälfte des Jahres 2016 ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) in Dienst gestellt. Es dient vorrangig zum Transport von Mannschaft und Material und wird bei größeren Einsatzlagen als Einsatzleitwagen verwendet.

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